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Seinslust – vertraue und gehe

Veranstaltungs-Ticker

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Gestalt- und Naturtherapie basierter Prozessbegleitung

In der Gestalt- und Naturtherapie basierten Prozessbegleitung nimmst du dich im Hier und Jetzt wahr. Die Stunden finden in Räumlichkeiten als auch im Freien statt.

 

Du erforschst dein Thema mittels deines Erlebens, im gegenwärtigen Moment. Dabei wird Wert darauf gelegt, das, was sich gerade an Blockaden, Emotionen, Empfindungen etc. zeigt, da sein zu lassen und nicht durch Abwertung oder Lösungssuche zu verdrängen. Vielmehr gilt es, das was sich zeigt wertzuschätzen und in seiner Auswirkung auf körperliche, geistige und seelische Prozesse zu erforschen. Allein hieraus erwächst Veränderung und neue Wege tun sich auf.

 

Die Natur kann dabei als Spiegel für innere Themen und Prozesse dienen. Sie zeigt auf anschauliche und erlebbare Weise, was uns bewegt, blockiert, doch auch unterstützt. Dies führt zu einem tieferen Selbst-Verständnis und Selbst-Bewusstsein und es wächst eine nachhaltige Basis für wahrhaftigen Kontakt und ein selbstbestimmtes Leben.

Was ist Gestalt- und Naturtherapie basierte Prozessbegleitung

Die Gestalt- und Naturtherapie basierte Prozessbegleitung fördert dein Erleben, dich klar, selbstgestaltend und freudvoll zu erleben. Dabei zunehmend verbunden mit dir selbst, deinen Mitmenschen und der Natur. 


Wenn es für dich und deinen Prozess passend ist, bietet dir die Natur einen zusätzlichen Erfahrungsraum, in welchem die eigenen Themen durch Beobachtungen, Erlebnisse und Erfahrungen sichtbarer werden. Je nach Intention bewegst du dich in einem vorher klar benannten Rahmen in der Natur (siehe „Was ist Naturtherapie?“). Deine Erfahrungen werden anschließend direkt oder in der nächsten Sitzung angeschaut, um die für dich förderlichen Erfahrungen bewusst zu machen, wertzuschätzen und zu integrieren.


Durch die wertschätzende Grundhaltung werden verdrängte Gestalten mit ihren Energie zehrenden Verhaltensweisen, Gedankenmustern und verinnerlichten Glaubensätzen achtsam und bewusst eingeladen, sich wie auf einer Bühne zu zeigen. In dem du deinen Schattenseiten Raum und Aufmerksamkeit schenkst, entsteht die Möglichkeit sie als ein kraftvoller Teil von dir zu sehen und zu integrieren. So wächst du Schritt für Schritt in gelebte Selbstverantwortung und füllst dein Leben mit Verbundenheit, Freude und Klarheit. 


Mit der Entfaltung deiner Persönlichkeit kann Veränderung nachhaltig und auf natürliche Weise geschehen.


Meine Aufgabe besteht darin, dich auf diesem Weg zu begleiten und dich darin zu unterstützen auf deinen Weg zu vertrauen und Schritt für Schritt weiter zu gehen. 

Was bietet die Gestalt- und Naturtherapie basierte Prozessbegleitung

Die Gestalt- und Naturtherapie basierte Prozessbegleitung bietet Unterstützung:

  • in Übergangs- und Neuorientierungsphasen wie Arbeitsplatzwechsel oder -verlust, Übergang Studium-Beruf

  • bei Selbstkrisen und in Phasen der Selbstfindung, z.B. der Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens, der Lebensausrichtung und -gestaltung

  • zur Stressreduktion: akute Hilfe und der Umgang mit Stress auslösenden Situationen und Gedanken

  • In Überlastungssituationen: private und berufliche Überlastung, akute Belastungssituationen.

  • bei spirituellen Fragen und Krisen: Frage nach einem höheren Eingebundensein

  • bei Trauer- und Trennungsprozessen: Verlust nahestehender Menschen, Beziehungsbrüche

  • dem Wunsch nach mehr echtem Kontakt/echter Verbundenheit mit sich und seiner Mitwelt

  • dem Wunsch nach Veränderung bzw. Auflösung innerer Blockaden, Muster und  Handlungsweisen

  • dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben/Alltag

  • um eigene Grenzen wahr- und anzunehmen und diese nach außen zu kommunizieren

  • um Klarheit über die eigenen Bedürfnisse zu finden

Was ist die Gestalt- und Naturtherapie basierte Prozessbegleitung nicht

Die Gestalt- und Naturtherapie basierte Prozessbegleitung ist keine Therapie im anerkannten Sinne. Sie stellt keine Heilbehandlung dar und ist nicht dazu bestimmt, psychische Erkrankungen oder Störungen zu diagnostizieren, zu behandeln oder zu heilen. Die hier genannten Angebote dienen der persönlichen Entwicklung, Selbstreflexion und der Potentialentfaltung, ersetzen jedoch keine Behandlung durch medizinisch oder psychotherapeutisch ausgebildete Fachkräfte.

Settings

Vor-Ort-Termine

Das Erstgespräch sowie nachfolgende Termine:
Diese Sitzungen finden in einem Raum des heilorts Witten, Steinstr. 15  statt. Termine werden telefonisch vereinbart.

 

Die Kontaktaufnahme kann zusätzlich per Email-Anfrage erfolgen (siehe Kontakt).

Draußen-Termine

Draußen-Termine werden in einem Vortermin inhaltlich, zeitlich und strukturell vorbesprochen. Als Naturräume bieten sich der naheliegende Stadtpark, das Waldgebiet um den Hohenstein-Park, das Ruhr- und Muttenbachtal und weitere umliegende Waldgebiete an.


Im Aufbau ist ein Außenort am Rande von Witten, der sich für Einzel- als auch Gruppensettings eignet und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen ist.

Online-Termine

Neben den Vor-Ort-Terminen besteht auch die Möglichkeit für Online-Termine, wenn die Entfernung zu weit ist oder andere Gründe persönliche Termine verhindern.


Hierfür wird ein zertifizierter Anbieter genutzt. Der Link wird per E-Mail zugeschickt und ermöglicht den direkten Aufruf der Videositzung.

Preise

Preisliste (09.2025)

für das Erstgespräch:70 €/ 50 Min.
für Sitzungen Vor-Ort und Online:85 €/ 50 Min.
Blöcke von 6 Vor-Ort oder Online-Terminen je 50 Min.: 450 € (Vorauszahlung)
Für Außen-Termine nahe Witten:85 € / 50 Min. 

 

Bei zeitlich aufwendigeren Außenterminen gelten gesonderte Preise, je nachdem wo und wie lange die Termine angesetzt sind. Dies wird in einem Vortermin vereinbart.


Bezahlung:
Die Kosten können gegen Quittung/Rechnung gerne bar oder per Überweisung abgerechnet werden. Eine Kostenübernahme durch die gesetzlichen oder privaten Kassen ist nicht möglich.


Ausfallkosten:
Wenn der Termin nicht wahrgenommen wird bzw. werden kann, ist eine rechtzeitige Absage zwingend. Ansonsten entstehen folgende Kosten:

bei Absage von 48 Std. vor dem Termin:keine Kosten
bei Absage bis zu 24 Std. vor dem Termin:50 % der Kosten
keine Absage oder unter 24 Std.:100 % des Terminpreises

Geltungsdauer eines Terminblocks:
Die Buchung eines 6-er-Pakets von Vor-Ort- oder Onlineterminen ist im Voraus vorzunehmen. Die sechs Termine sind in einem Zeitraum von sechs Monaten nach Buchungseingang wahrzunehmen, ansonsten verfällt der Anspruch.

Vertiefende Informationen

Hintergründe zu Gestalttherapie

Was ist und wie wirkt Gestalttherapie und was sind ihre Kernelemente?

Gestalttherapie ist eine kreative und lebendige Therapiemethode aus dem Feld der Humanistischen Psychologie. Ausgehend aus der Gestaltpsychologie wurde sie in den 1940-ger Jahren von Laura und Fritz Perls und Paul Goodman entwickelt und von nachfolgenden Gestalttherapeuten stetig weiterentwickelt. 


Der Name Gestalt wurde aus der Gestaltpsychololgie entnommen, die sich intensiv mit der Unterschiedlichkeit der Sinnes-Wahrnehmungen befasste. Entsprechend deutet der Name Gestalttherapie auf die Erforschung innerer Wahrnehmungsprozesse hin und bezieht sich nicht auf gestalterische Tätigkeiten. (siehe unten)

In der Gestalttherapie tauschen sich Therapeut und Klient in Gesprächsform aus. Dabei bringt der Therapeut sich mit seinem eigenen Erleben ein bzw. bietet dieses achtsam der Klientin als Erfahrungsmöglichkeit an. Generell ist die Beziehung zwischen Therapeut und Klient um gegenseitige Authentizität bemüht, was sich im dialogischen Prinzip der Gestalttherapie ausdrückt.

 

Gestalttherapie wirkt über die Wahrnehmung, Würdigung und Bewusstmachung innerer Prozesse. Innerhalb des Settings ist die Verankerung im gegenwärtigen Moment ein Kernelement (siehe unten). Bewusst wird die Wahrnehmung der körperlichen und emotionalen Befindlichkeit als Widerhall für seelische Prozesse mit einbezogen: Wo empfinde ich Trauer im Körper, an bestimmten Stellen oder überall? Wie sitze ich? Wie ist meine Gestik und Mimik? Wie fühle ich mich dabei und was drückt sich dadurch aus? 


Bekannt geworden ist die Gestalttherapie durch ihre kreative Methoden, wie beispielsweise die freie Stuhlarbeit und den Lebenspfad. Diese werden eingesetzt, um Themen aus anderen Perspektiven „anzufühlen“ und sich ganzheitlich zu erfahren. Weitere gestalttherapeutische Kernelemente sind unten näher beschrieben.

 

Die Dauer einer gestalttherapeutischen Begleitung ist schwer festzulegen und hängt von mehreren Faktoren ab. Grob gesagt, kann sie von einer Kurzintervention (5-10 Sitzungen) über ein Jahr bis zu 2 – 3 Jahren dauern. 


Anders als in vielen Ländern (Österreich, Schweiz) ist die Gestalttherapie in Deutschland nicht kassenärztlich zugelassen, so dass die Sitzungen privat abgerechnet werden. Dies hat zum Vorteil, dass Klienten bewusst eine Gestalttherapie auswählen.

 

Kernelemente der Gestalttherapie sind:

  • Die Ausrichtung der Wahrnehmung auf das subjektive Erleben
    Hiermit ist ein Vorgehen gemeint, das dem genauen Beschreiben des Wahrgenommenen, des Sicht- und Fühlbaren den Vorrang gegenüber Erklärungen, Deutungen, Interpretationen, Hypothesen über Ursachen usw. einräumt. (nach Blankertz & Doubrawa, Einführung in die Gestalttherapie 2018). Dies bedeutet, sich mit dem Wie des Wahrgenommen zu beschäftigen, nicht so sehr mit dem Was. Insofern gibt es keine falsche Wahrnehmung, sie ist erst mal subjektiv wahr. Dieser Ansatz ist ein phänomenologisches Vorgehen, weil er sich an den Phänomenen ausrichtet, an dem, was sich zeigt.

  • Das Hier-und-Jetzt-Prinzip
    Hier-und-Jetzt bedeutet die bewusste Ausrichtung der Wahrnehumg auf das Gegenwärtige. Das was wahrgenommen, gefühlt, gesehen wird, wird jetzt wahrgenommen, in diesem Augenblick. Auch Vergangenes wird im Hier und Jetzt in seiner Auswirkung erlebt. Genauso wie Zukünftiges im Hier und Jetzt vorgefühlt, vorgedacht und vorerlebt wird.

  • Gewahrsein
    Sich bewusst im Hier und Jetzt zu erfahren nennt die Gestalttherapie „Gewahrsein“. Das Gewahrsein umfasst das körperliche, geistige und seelische Erleben, ist somit ganzheitlich und schließt spirituelles Erleben mit ein.

  • Figur-Grund-Prozess
    Die bewusste oder automatisierte Bedeutungsgebung von dem was wahrgenommen wird, wird als der Figur/Grund-Prozess bezeichnet. Was nehme ich vordergründig wahr (Figur) und was rückt in den Hintergrund (Grund)? Hieraus erwächst dann die Bedeutungsgebung, was heißt, welche Bedeutung gebe ich dieser Figur aufgrund meines Erfahrungshintergrundes?  

  • Gestalt
    Aus der Bedeutungsgebung bilden wir bewusst oder unbewusst eine „Gestalt“, die in sich geschlossen oder offen sein kann. Ist eine Gestalt (Situation, Thema, Erfahrung) geschlossen, empfinden wir sie als rund und in sich stimmig und sie kann wieder in den Hintergrund treten, um neuem Erleben Platz zu machen. Bleibt eine Gestalt offen, bindet sie Energie und Aufmerksamkeit. Deshalb prüft die Gestalttherapie, ob eine offene Gestalt hilfreich ist oder nicht und was es braucht, damit sie geschlossen und in den Hintergrund treten kann.

  • Der Kontakt
    Blankertz & Doubrawa bezeichnen in ihrem Lexikon der Gestalttherapie (2005) Kontakt als den zentralen Begriff der Gestalttherapie. Nach ihnen umschreibt Kontakt den Austausch zwischen einem Organismuns (Subjekt) und seiner Umwelt (Objekt). Zentrale Aspekte dabei sind: Wie bin ich mit meinen Bedürfnissen, Wünschen, mit Menschen etc. im Kontakt, wie gehe ich mit ihnen um bzw. wie gestalte ich (Nicht-)Kontakt und wie bewusst gehe ich mit gelungenem oder misslungenem Kontakt um? Kontakt findet somit an der Grenze zwischen Ich und Du statt, wobei die Grenze nicht nur trennt, sonder zugleich verbindet. Diese Kontaktgrenze ist der Raum an dem wir wachsen oder auch stagnieren können. 

  • Kontaktstörungen, Kontaktfunktionen

    Unter Kontaktstörung versteht die Gestalttherapie keine psychiatrisch diagnostizierte Störung der Persönlichkeit. Der Begriff bezieht sich vielmehr auf das Beziehungsgeschehen an der Kontaktgrenze, wenn eine gelingende und bewusste innere und äußere Kontaktgestaltung aufgrund innerer, oft unbewusster Überzeugungen nur eingeschränkt möglich ist. Diese gestörte Kontaktgestaltung sieht die Gestalttherapie als sinnhaften Anpassungsprozess auf überfordernde Situationen an, weshalb auch von Kontaktfunktionen gesprochen wird. Dabei werden fünf den Kontakt beeinträchtigende bis verhindernde Funktionen unterschieden: die Deflektion = die Kontaktvermeidung mit dem Gegenüber, die Introjektion = das ungeprüfte Übernehmen vom Gegenüber, die Projektion = die Übertragen der eigenen Sichtweise auf das Gegenüber, die Konfluenz = die Verschmelzung mit dem Gegenüber und die Retroflektion = ein sich gegen sich selbst wenden.

  • Die Feldtheorie
    Ein weiteres Element ist die Feldtheorie nach Kurt Lewin. Diese besagt, dass ein Organismus seine Umwelt beeinflusst und umgekehrt. Insofern wirkt sich die Feldtheorie auf die Kontaktgestaltung aus, auf das „Wie“ des Miteinanders.

  • Das dialogische Prinzip
    Zu guter Letzt bildet das „dialogische Prinzip“ die wesentliche Grundhaltung der Beziehungsgestaltung innerhalb der Gestalttherapie. Die Therapeut-Klient-Beziehung ist in Anlehnung an Martin Buber eine „Ich-Du-Begegnung“, in der beide sich als Mensch in ihrem Sein zeigen. So heißt Sein, in Beziehung sein und entsprechend kann sich Veränderung und im besten Fall Heilung aus der Begegnung durch korrigierende und neue Beziehungserfahrungen vollziehen. 

Hintergründe zu Naturtherapie?

Naturtherapie ist eine persönliche und prozesshafte Annäherung an die eigene und äußere Natur. In Ihrer Ausrichtung auf das persönliche Erleben und Handeln, das WIE ich etwas wahrnehme und erlebe, ist sie der Gestalttherapie ähnlich. Naturtherapie ist kein statischer Therapieansatz, vielmehr ein Weg, bei dem Schritt für Schritt eine tiefere Beziehung zur inneren und äußeren Natur aufgebaut wird.


Es geht darum, sich bewusst und offen auf die Natur einzulassen – vergleichbar, als würde ein besonderer Raum betreten, der sich vom Alltag abhebt. Dieser Raum ist wie ein offenes Erlebnisfeld, um sich unbefangener zu bewegen und leichter für ein-sich-berühren-lassen zu öffnen.

 

Durch die innere Offenheit entsteht eine tiefe Verbindung zu sich selbst, die geprägt ist von Interesse an dem was auf mentaler, körperlicher und seelischer Ebene gesehen werden will. Naturtherapie ist wie eine Reise, um sich selbst und die Natur auf eine tiefere, spürbare Weise zu erfahren – Schritt für Schritt, im eigenen Tempo, und immer wieder aufs Neue. Denn die Natur bietet uns alle Facetten des Lebens. Und entsprechend, welches Thema uns bewusst oder unbewusst beschäftigt, zeigt sich mehr oder weniger offensichtlich dieses Thema in dem, was uns in der Natur begegnet. Dieses Wechselspiel ist einen Erfahrungsschatz mit weitreichendem Potential für persönliche Entwicklung und innere Reifung.

 

Der Wert dieser ganzheitlichen Naturerfahrung wird in nachfolgenden Gesprächen beleuchtet und in den therapeutischen Prozess aufgenommen. Durch das bewusste Nachspüren, Nachempfinden, dem Teilen der Erfahrung und dem Gehört und Gesehen werden, kann das Erlebte als Erkenntnis in die Selbstwahrnehmung und das Selbstverständnis integriert werden. Hierdurch entstehen neue Pfade, die öfters beschritten, sich zu einer selbstbewussten Lebenshaltung ausweiten.

 

Somit wirkt Naturtherapie zum einem durch die heilende Wirkung der Natur für sich. Zum anderen durch das erlebnis-integrierende Setting und die entwicklungsorientierte dialogische therapeutische Beziehung.

 

Allen naturtherapeutischen Settings ist gemein, dass sie in drei Phasen untergliedert sind. Die Vorbereitungsphase, die Schwellen- und Erlebnisphase und die Integrationsphase. Dieser klar gegliederte Ablauf dient der Einstimmung auf das bewusste Erlebnisfeld, der Orientierung in diesem, als auch dem Schließen desselben.

 

Weitere Infos unter naturtherapeutische Settings

Naturtherapeutische Settings

Bevor verschiedene naturtherapeutische Settings vorgestellt werden ist wichtig zu wissen, dass du auf alle angebotenen Naturerfahrungen vorbereitet wirst. In der Vorbereitung wird gemeinsam geklärt, welche Art von Naturerfahrung als hilfreich angesehen wird, in welchem Rahmen und in welcher Intensität sie erfolgen soll. Beim Setting „Walk-and-Talk“ ist eine kurzfristige Klärung möglich, bei einer „fokussierten Naturerfahrung“ wird mehr Vorbereitungszeit benötigt.

  • Freiraum
    In diesem Setting finden die Sitzungen im Freien statt. Dies kann ein Garten, Park oder auch ein Wald in der Nähe sein. Zumeist wird der Ort gemeinsam ausgesucht, manchmal aber auch als kleine Überraschung vorgegeben. Auch wenn diese räumliche Veränderung unscheinbar erscheint, birgt sie viel Potential für Perspektivwechsel, Anregungen und neue Blickwinkel. 

  • Walk-and-Talk
    Der gemeinsame Naturspaziergang bringt Bewegung und damit aktives Tun in die Begegnung und bindet das körperliche Erleben deutlich mit ein. Wir kommen wortwörtlich in die Gänge - körperlich, geistig als auch seelisch. Die Bewegung stimuliert und die Naturwahrnehmung erweitert den Blick. Nach Bedarf wird das Tempo angepasst, zeitweise auch innegehalten oder schweigend ein Stück Weg zurückgelegt.

  • Die freie Naturerfahrung
    In diesem Setting geht der Klient für sich für eine bestimmte Zeit in die Natur. In der vorherigen Sitzung wird das Setting geklärt und Organisatorisches besprochen. Die Herausforderung liegt darin, dass das Ziel ist, kein Ziel zu haben! Es geht darum sich treiben zu lassen, umher zu streifen, offen zu sein, für das was einem begegnet, dies auf sich wirken zu lassen und damit umzugehen. In dem nachfolgenden Gespräch wird das Erlebte erzählt und in seiner Wirkung und möglichen Bedeutung beleuchtet. Was leicht und lässig klingt, ist oft herausfordernd, denn "einfach zu sein", ist die Königsdisziplin des Seins.

  • Die fokussierte Naturerfahrung
    Im Gegensatz zur freien Naturerfahrung geht die Klientin fokussiert auf eine Intention für eine bestimmte Zeit in die Natur. Die Intention wird im Vorfeld besprochen. Sie kann auf ein bereits offenes Thema eingehen oder eine vom Therapeut/Berater angebotene Aufgabe sein. Sie beinhaltet beispielhaft, wie ein Kind die Natur zu entdecken. Oder sich einen Ort zu suchen, ihn zu gestalten, um dann dort eine bestimmte Zeit in Stille zu verbringen. Die gezielte Naturerfahrung öffnet den Raum für forschendes Erleben und ein sich Ausprobieren zu einer klar benannten Thematik/Situation und ist somit ein Übungsfeld. 

  • Die Kreisarbeit

    Der Kreis ist eins der ältesten Menschheitssymbole. Mit seiner Geschlossenheit, den vier Kardinalpunkten und der zentralen Mitte steht er für die Ganzheit des Selbst und das Eingebundensein ins Leben. An einem ausgesuchten Platz wird der Kreis vom Klienten in einer bestimmter Weise mit Naturmaterialien gelegt. Die Kreisarbeit hilft bei der Klärung von Fragen, als auch der Erforschung eines Themas. Durch die Bewegung zu den Kardinalpunkten und dem Dialog mit deren verschiedenen Aspekten (Lebensphasen, Jahreszeiten, Himmelsrichtungen, Seinqualitäten) kann Gestautes wieder in Fluss und Getrenntes zusammengeführt werden. Der Aufenthalt im Zentrum des Kreises verbindet mit dem Ursprünglichen und zentriert das Selbsterleben. „Die Kreisarbeit hilft uns dabei, die Vollständigkeit des Erlebens wieder herzustellen, vergessene und neu auftauchende Selbstaspekte zu integrieren und Erfahrung und Selbstkonzept wieder in Übereinstimmung (Kongruenz) zu bringen.“ (Sachon, Wernher, 21.07.2025: https://exist-schule.de/kurzbeschreibung-naturtherapie/)

Darüber hinaus gibt es Rituale des Übergangs, wie die 11-tägige Vision-Quest und Rituale der Heilung, wie das Schwitzhüttenritual. Diese werden hier nicht angeboten.